Pesto selber machen:
5 Rezepte von traditionell bis exotisch

Das weltweit beliebte Pesto ist eine italienische Erfindung und stammt ursprünglich aus Ligurien. Der Name Pesto wird vom italienischen „Pestare“ abgeleitet. Dies bedeutet zerstampfen. Nach alter Tradition wird Pesto im Mörser hergestellt.

Alle Pestos sind sogenannte „Pastosen“. Das sind kalte, ungekochte Saucen, die einfach unter die Pasta gemischt werden. Das Erfolgsgeheimnis liegt in der einfachen Anwendung: Ist das Pesto einmal zubereitet, kannst Du Dir ohne viel Aufwand ein aromatisches Gericht zaubern.

Auch wenn es viele gute Fertigprodukte gibt, lohnt es sich, Pesto selber zu machen. Dein handgemachtes Pesto kannst Du saisonal und mit regionalen Zutaten anpassen. Neben traditionellen Rezepten gibt es mittlerweile viele moderne Interpretationen.

Diese fünf beliebten Pesto-Rezepte haben wir für dich ausgesucht.

Original Basilikum-Pesto selber machen

Gut zu wissen: Im Hochsommer bieten viele Märkte oder Gemüsehändler aromatisches Freiland-Basilikum an. Diese Büschel haben ein intensives Aroma und sind mit den Töpfchen aus dem Supermarkt nicht zu vergleichen. Der Sommer ist die beste Zeit, Pesto Genovese selber zu machen.

Das Pesto Genovese Originale ist das berühmteste Pesto. Das grüne Pesto besticht durch reichlich frisches Basilikum, Knoblauch, Parmesankäse, Pinienkerne und Meersalz. Für das Basilikum-Pesto brauchst Du gutes Olivenöl „extra vergine“. Authentisch wird Dein Pesto mit Olivenöl aus Ligurien. Diese Öle genießen Weltruf. Im Original-Rezept wird häufig auch Pecorino aus Sardinien untergerieben. Weitere Gewürze kommen nicht vor. Das Aroma des Basilikums kommt unverfälscht am besten zur Geltung.

Generell verträgt Basilikum keine langen Kochzeiten, die ätherischen Öle sind schnell flüchtig.

Pesto Genovese – So einfach wird es gemacht

Tipp: Du kannst Pesto einfrieren. In einen Eiswürfelbehälter gefüllt, kannst Du es für einen schnellen Teller später portionsweise entnehmen.

Die Pinienkerne ohne Fett in einer Pfanne goldbraun rösten und abkühlen lassen. Basilikumblätter zupfen, waschen und gut abtrocknen. Danach den Knoblauch mit den Pinienkernen im Mörser zu einer Creme verarbeiten. Grobes Meersalz und die Basilikumblätter dazugeben. Sobald die Blätter ihre leuchtend grüne Flüssigkeit freigeben, Parmesankäse und Olivenöl hinzufügen. Das Pesto solltest Du zügig verarbeiten, um eine Oxidation zu vermeiden. Im Kühlschrank hält sich das Pesto einige Tage. Tipp: Für bessere Haltbarkeit die Oberfläche mit einer Schicht Olivenöl versiegeln.

Pesto alla Genovese wird traditionell mit ligurischer Trofie oder Trennette Pasta serviert. Bei diesen gedrehten Nudeln haftet das Pesto besser an. Alternativ sind Nudeln wie Bavette, Linguine, Tagliatelle oder Spaghetti geeignet.

Natürlich kannst Du Pesto mit dem Stabmixer, der Küchenmaschine oder dem Thermomix zubereiten. Bei kleineren Mengen und zum sofortigen Verbrauch ist der Mörser die beste Wahl.

In der südfranzösischen Provence ist das Eintopfgericht „Soup au Pistou“ sehr beliebt. Das zartschmelzende Pesto, französisch Pistou genannt, verleiht diesem Gericht den speziellen Charakter. Probier doch mal einen Löffel Basilikum-Pesto in unserem Kartoffeleintopf.

Pesto Rosso: So gelingt rotes Pesto

Rotes Pesto ist eine populäre Pesto-Variante. Es wird auch „Pesto alla siciliana“ genannt. Die rote Farbe stammt von getrockneten, sonnengereiften Tomaten. Sizilianische Mandeln ersetzen bei diesem Rezept die Pinienkerne. Es enthält weniger Basilikum als das Pesto Genovese. In vielen Rezepten wird komplett auf Basilikum verzichtet. Wer es schärfer mag, gibt noch etwas getrocknete Chili dazu.

Eine weitere Variante ist das „Pesto alla calabrese“ aus Süditalien. Durch die Zutaten Pfeffer, Paprika und Chili schmeckt es noch schärfer. Der würzige Hartkäse Pecorino aus Schafsmilch ersetzt bei den roten Pestos häufig den Parmesankäse.

Nussig-lecker: Walnuss-Pesto

Alternative: Du magst keine Walnüsse? Verwende stattdessen Pistazien!

Walnuss Pesto erfreut sich großer Beliebtheit. Bei dieser Variante werden geröstete Walnüsse mit Knoblauch, Meersalz und Parmesan zerstoßen. Noch nussiger wird das Pesto, wenn Du einen Teil des Olivenöls durch Walnussöl ersetzt. Walnuss Pesto servierst du am Besten mit frischem Rucola, den Du unter die Nudeln mischt. Diese Pesto Variante hat eine schöne Bitternote.

Pesto Verde: Rucola-Pesto, Bärlauch-Pesto und andere Kräuter-Pesto

Übrigens: Frische grüne Kräuter kannst du saisonal variieren. Im Frühling ist deshalb das Bärlauch Pesto so angesagt.

Wenn das empfindliche Basilikum nicht verfügbar ist, ist die Zeit für Rucola-Pesto gekommen. Zubereitet wird es wie das Pesto Genovese. Du musst nur das Basilikum durch Rucola ersetzen.

Auch glatte Petersilie, Sauerampfer oder mediterrane Kräuter wie Salbei und Thymian kannst Du zu Pesto verarbeiten. Sogar Koriander eignet sich für Pesto. Deshalb haben wir zum Schluss noch eine exotische Variante für Dich herausgesucht.

Veganes Thai-Pesto

Thai-Pesto ist eine exotische Pesto-Variante. Auch in der Thai-Küche werden verschiedene Kräuter, Wurzeln und geröstete Gewürze zu einer Paste, thailändisch „Gaeng“, gemörsert. Am bekanntesten sind die rote und die grüne Currypaste.

Für das Thai-Pesto kannst Du frischen Koriander, frische grüne Chili, rote Chiliflocken, Thai-Basilikum, Rapsöl, Bio-Limettenschale, Knoblauch und Erdnüsse zerstampfen und mit etwas Fischsauce oder Meersalz verrühren. Bei dieser veganen Variante kommt traditionell kein Käse dazu. Das Thai-Pesto schmeckt zu Nudeln, für mehr Cremigkeit sorgt ein Schuss Kokosmilch.

Probiere doch mal einen Löffel selbstgemachtes Thai-Pesto in unserem pikanten Thai Curry mit zartem Hühnerfleisch.

Bild links: Fotolia, 120968857, Artim Shadrin
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2. Bild rechts: 1852

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