Mangold: Wie schön, dass Du wieder da bist!

Seit einiger Zeit feiern Mangold-Rezepte ein grandioses Comeback in der Küche. Mangold galt lange als vergessen. Dabei war die Pflanze bis zum 17. Jahrhundert eine der beliebtesten Gemüsesorten in Deutschland. Danach wurde der Krautstiel, wie Mangold auch heißt, fast vollständig vom Spinat verdrängt.

Obwohl Mangold optisch dem Spinat ähnelt, ist er botanisch mit Roter Bete und der Steckrübe verwandt. Den direkten Vergleich zum Spinat braucht Mangold nicht zu scheuen.

Mangold – die wichtigsten Fakten

Beim Mangold unterscheidet man zwischen Blattmangold und Stielmangold.

Blattmangold erkennst Du an den schlanken Stielen und den großen, spinatähnlichen Blättern. Die Stiele sind häufig leuchtend rot, gelb oder pink gefärbt.

Beim Stielmangold sind die Mittelrippen dick und fleischig. Die Blätter sind schmal. Die festen Stiele können wie Spargel verarbeitet werden. Deshalb nannte man Mangold früher häufig den „Spargel des armen Mannes“.


Mangold stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wird dort angebaut. Als regionales Gemüse wächst er heute auch in Deutschland.

Mangold ist ein Sommergemüse und hat von Juni bis September Hochsaison.

Mangold ist ein echtes Superfood. Neben seinem intensiven Geschmack enthält er unzählige Vitamine und Nährstoffe. Mit nur knapp 20 Kalorien pro 100 Gramm ist er ein wahrer Schlankmacher.

Mangold einkaufen und zubereiten. Was muss ich beachten?

Mangold Rezepte_1852Frischen Mangold erkennst Du an den knackigen Blättern und am hellen Strunk. Die Blätter sollten prall und grün aussehen. In ein feuchtes Küchenhandtuch eingeschlagen, hält sich Mangold im Kühlschrank ein bis zwei Tage.

Mangold solltest Du vor der Zubereitung gründlich waschen und von Erde und Sand befreien. Danach Blätter und Stiele getrennt vorbereiten und schneiden, da die Stiele beim Garen länger brauchen. Bei der Mangold-Zubereitung kommt es auf Tempo an, denn die Schnittflächen laufen schnell braun an. Den Mangold getrennt bereithalten.

Einige der schönsten MangoldRezept-Ideen haben wir für Dich herausgesucht. Auf geht´s in die Küche.

Rezepte mit Mangold – von ganz einfach bis raffiniert

Gedünstetes Mangoldgemüse

Übrigens: Perfekt zu dem kalorienarmen Gemüse passt unsere Sauce Hollandaise mit guter Butter oder unsere Sauce Béarnaise mit feiner Estragonnote.

Am besten kommt das feine Aroma von Mangold ganz pur zur Geltung. Hierzu den geschnittenen Mangold nur mit einem Hauch Knoblauch, Olivenöl, Muskatnuss für drei bis vier Minuten in der Pfanne dünsten. Mit den dicken Stielen beginnen und die dünneren Blätter erst zum Schluss dazugeben. Salzen und pfeffern und mit einem Spritzer Zitronensaft abschmecken.

Mangold-Risotto

Risottoreis nach klassischer Rezeptur im Topf zubereiten. Mangold wie oben beschrieben getrennt vorbereiten. Fein gewürfelte Stiele zusammen mit Zwiebeln anbraten. Die geschnittenen Blätter separat andünsten und mit Weißwein, Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Die grünen Blättchen erst zum Schluss unter das Risotto heben. Geriebenen Parmesan oder Emmentaler unterrühren und zusätzlich darüber hobeln.

Mangold-Quiche

Die Mangold-Quiche ist eine raffinierte Alternative zur bekannten Spinat-Quiche. Den gedünsteten Mangold einfach mit einer Eier-Ricotta-Sahne-Mischung über dem Teigboden verteilen und anschließend im Ofen backen. Nach zwei Dritteln der Garzeit Pinienkerne und Käse darüber streuen und fertig backen. Lecker.

Mangold-Rezepte: Tipps für die schnelle Küche

Mangold Smoothies_1852Gedünsteter oder gebratener Mangold schmeckt hervorragend in asiatischen Gerichten, wie in unserem Thai Curry mit Huhn. Aber auch unserem Hühnerfrikassee kann Mangold mit seiner grünen Farbe den nötigen Kick geben.

Ein Hinweis zu guter Letzt: Ist roher Mangold giftig?

Auch wenn grüne Smoothies und Rohkost im Trend liegen, haben wir noch einen kleinen Warnhinweis zum Thema Mangold: Empfindliche Mägen sollten ihn nicht roh verzehren. Das liegt an der Oxalsäure, die viele Menschen schlecht vertragen. Den Mangold daher besser kurz dünsten oder blanchieren, das reduziert die Säure. So kann er problemlos zu Salaten weiter verarbeitet werden.

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